Vita

Friedhelm Mennekes

Seit fast dreißig Jahren steht der Jesuit Friedhelm Mennekes mit seinen Ausstellungen im Kreuzfeld zwischen Kunst und Kirche. Im Blick auf die Geschichte geht er einer natürlichen Sache nach: Er stellt Kunstwerke seiner Zeit in alte und neue Kirchen - und löst damit eine breite Diskussion aus. Von den einen gelobt, von den anderen getadelt, geht er unbeirrbar diesen Weg, der erst in der modernen Zeit kontrovers geworden ist. Mennekes hat in vielen Gesprächen mit Künstlern, in Ausstellungen und in Vorträgen die Evidenz dieser lebendigen Beziehung zwischen Kunst und Religion aufgewiesen. Davon zeugen seine Veröffentlichungen, u.a. über Siegfried Anzinger, Donald Baechler, Francis Bacon, Joseph Beuys, James Brown, James Lee Byars, Eduardo Chillida, Marlene Dumas, Damian Hirst, Jenny Holzer, Anish Kapoor, Barbara Kruger, Arnulf Rainer, David Salle, Gregor Schneider, Cindy Sherman, Andreas Slominski, Antoni Tàpies, Rosemarie Trockel, Bill Viola, Günther Uecker. Sie decken eine lebendige Beziehung zweier kultureller Teilkräfte auf, wie sie zwischen Religion und Kunst, Glaube und Zweifel bestehen.. Es sind vielfach Evidenzen im Verborgenen, aber sie sind Beispiele für die geistigen Brüche in der Welt von heute.

Friedhelm Mennekes, geboren 6. März 1940 in Bottrop, Westfalen

  • 1961 Eintritt in den Jesuitenorden; nach dem Noviziat Studien in Philosophie, Politischer Wissenschaft, Geschichte und Theologie in Bonn, München und Frankfurt (M), Lic.phil., Lic.theol., Dr. phil., Dr. phil. habil.
  • 1980-2008 lehrte er als Professor für Praktische Theologie und Religionssoziologie an der Phil.-theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt (M)
  • 1987-2008 war er Leiter der Kunst-Station Sankt Peter Köln. Zentrum für zeitgenössische Kunst und Musik 
  • 2009-11 Gastprofessor am Visual Art Department, College of the Holy Cross, Worcester, Massachusetts, USA: Kunst und Religion. Früher und heute
  • 2011 im Sommersemester Gastprofessor am Amherst College, Amherst, Massachusetts, USA: Die Düsseldorfer Fotoschule.
  • Seit 2011 lehrt er als ständiger Gastprofessor am Lehrstuhl von Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet im Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich Wilhelm-Universität Bonn zeitgenössische Kunst, ihre Ausstellung und ihre Vermittlung
    Titel des Seminars: "Das Porträt in der Kunst der Moderne und der Gegenwart"

Auszeichnungen:

  • 1993 Ernennung zum Honorarprofessor an der Akademie für bildende Künste der Universität Mainz
  • 1997 Ernennung zum Honorarprofessor der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
  • 1999 erhielt er von der Burda Stiftung, Offenburg, den Corporate Art Preis für "herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturförderung"
  • 2002 die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München, „für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Kunstvermittlung"
  • 2011 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für sein „Engagement im interkulturellen Transfer zwischen Kunst und Kirche" verliehen

 

 

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